Dienstag, Dezember 06, 2005

November 07, 2005: Vier Brüder

Nach dem Sneakausfall der vergangenen Woche waren wir natürlich alle sehr gespannt auf die dieswöchige Überraschung. Als dann nach der Verkündung des letztwöchigen Abstimmungsergebnisses inklusive Abstrafung von "The Call" klar wurde, dass wir "Vier Brüder" anschauen dürfen, war die Überraschung und die Freude recht groß. Schließlich war die Vorschau schon vielversprechend und einige waren am Überlegen ob dieser Film einen nicht-montäglichen Kinobesuch rechtfertigen kann.
Und ich wage nach der Vorstellung zu behaupten, dass dieser Film schon lohnt, ihn anzuschauen.
Jetzt aber erstmal darüber, worum es überhaupt geht:
Evelyn Mercer kommt gleich zu Beginn des Filmes bei einem Raubüberfall auf einen Laden ums Leben, als sie dort zufällig am Einkaufen ist.
Darauf folgend setzt der Film bei Ihrer Beerdigung wieder ein, zu welcher auch ihre 4 Adoptivsöhne natürlich anwesend sind. Diese 4 Jungs hat Evelyn adoptiert um ihnen ein Heim zu bieten, da alle 4 ziemlich viel Ärger verbreitet und wohl auch bekommen hatten. Und diese Viererbande will nun an den Mördern ihrer Mutter Rache nehmen.
Dabei stoßen sie im weiteren Verlauf des Filmes auf die Tatsache, dass dieser Überfall kein Zufall, sondern geplanter Mord an Evelyn war. Sie mischen dann eine Gang auf, die den betreffenden Stadtteil kontrolliert und auch für den Mord verantwortlich sind. Dies alles kommt unter erheblichem Waffen- und Körpereinsatz zustande, sodass hier reichlich Action zu spüren ist.
Erst am Ende treten dann die gesamten Hintergründe und geschäftlichen Verstrickungen ans Tageslicht, sodass einige Fragen, die aufgeworfen wurden, sogar noch beantwortet werden könne.
Fazit: Rache genommen, Gangsterboss eliminiert, Geld bekommen, Spass gehabt. Nur schade, dass diese nette Frau Evelyn Mercer jetzt keine guten Taten mehr leisten darf. Die Traurigkeit darüber wird immer wieder im gesamten Film deutlich, was zwar im totalen Kontrast zu der restlichen hass- und wutgeladenen Atmosphäre steht, aber gerade deshalb den Film so schön rund macht.
Definitiv ein SEHR GUTer Film.

Montag, Oktober 31, 2005

Oktober 31, 2005: The Descent & The Call (Doppelsneak)

Die beiden Filme "The Descent" und "The Call" waren bei der diesjährigen Halloween-Doppelsneak angesagt. Da wir an diesem Tag statt im Kino am Feiern waren, kann ich darüber nur sehr wenig berichten.
Nach allem was ich gehört habe, ist The Descent ein sehr eindrucksvoller Horrorstreifen, der einen sehr nahe an den Rand zur Angst bringen kann oder sogar darüber hinaus, wenn man sich darauf einlässt. Die Bewertungen dafür sind durchweg gut und der Film ist bestimmt sehenswert.
Dazu im Kontrast steht The Call. Zwar soll hier auch Spannung aufgebaut werden, aber dies kommt wohl nur sehr schleppend rüber. Die Handlung ist eher einfach gestrickt und überrascht relativ wenig. So wie ich das sehe, ist das kein Verlust, wenn man diesen Film nicht gesehen hat.

Dienstag, Oktober 25, 2005

Oktober 24, 2005: Hustle & Flow

YO!
Rapper kommen aus einfachen Verhältnissen, haben früh ihre Eltern oder zumindest ihren Vater verloren. Sie müssen sich ihren Lebensunterhalt dadurch verdienen, dass sie für billige Flittchen den Zuhälter geben. Sie sind außerdem herzlos und brutal, bis zu dem Zeitpunkt wo sie die Musik richtig entdecken und starten dann, unterstützt durch eine unglückliche Prügelei/Schiesserei eine große Karriere, nachdem es auf normalem Weg nicht geklappt hat.

Das ist der Film Hustle & Flow. Und mehr gibts darüber nicht zu sagen.

Karte in Mülltonne geworfen. Auf Mülltonne stand SCHLECHT. Und das war es auch.

Amen!

Montag, Oktober 17, 2005

Oktober 17, 2005: Kiss Kiss, Bang Bang

Mahlzeit...
Das Essen ist serviert. Heute gibt es einen saftigen (blutig wäre ein Alternativbegriff) Actionkomödienbraten. Die feine Humorkruste ist tiefschwarz angebraten. Geschmacklich hebt sich unser Menü durch eine Beilage von raffinierten Verstrickungen und Verwicklungen hervor. Es ist angerichtet.

Robert Downey Jr. als mittelmäßiger und glückloser Einbrecher (Harold/Harry) stolpert durch einen blöden Zufall in ein Hollywoodcasting und wird "entdeckt". Also führt ihn sein Weg von NY weg nach LA. Da er in einem Krimi spielen soll, bekommt er einen Detektivcoach in Gestalt von "Gay Perry" (Val Kilmer). Die beiden geraten daraufhin in Schwierigkeiten und werden in eine verschwörerische Verwicklung oder eine verwickelte Verschwörung (oder wie auch immer) verstrickt, bzw. verwickelt (bin mir da nicht so sicher). Jedenfalls gibt es Tote, so ein paar... Vermutlich 16 Stück im ganzen Film (Hat das mal einer nachgezählt?).
Lustigerweise bezieht sich vieles im Film auf einen erfundenen Romanheldendetektiv namens Jerry Gossemer. Harmony, eine alte Schulfreundin und (nie erfüllte) Jugendliebe von Harold und außerdem begeisterter Jerry Gossemer-Fan, und Harry finden immer wieder Parallelen und kommen dadurch der Lösung der verwickelten Verschwörung (ach, ihr wisst schon) immer näher. Am Ende ist aber sowieso alles anders und der Sinn ist erstmal davon. Verwickelt eben....

Makaber! Sehr makaber! Der Film ist gespickt mit Szenen die einem den Magen, das Gesicht, Arme und/oder Beine oder ganz andere Dinge zucken und schmerzen lassen, obwohl man doch nur zuschaut. Hier ein versehentlicher Kopfschuss ("Es waren doch nur 8% Chance, dass die eine Kugel (von 6) im Revolver sich an schussbereiter Stelle befindet"), dort eine Leiche, die knapp die Öffnung des Müllkontainer verfehlt und erstmal mit lautem Krachen sich etwas weh tut... Aber egal, tot ist tot, da schmerzt ja nix mehr... Schön wird auch mit dem protagonistischen Ringfinger gespielt, also wortwörtlich. Finger in Tür, Tür zu, Finger ab, Finger im Krankenhaus wieder angenäht, Finger von Bösewicht wieder abgerissen, Finger auf Eis gelegt, Finger von Hund geklaut, ... Am Ende fehlt der Finger, aber das Publikum ist um nette Minuten Unterhaltung reicher.
Der Endspurt könnte packender nicht sein. Innerhalb ca 5 Minuten werden noch einige (geschätzt 7 oder 8) Bösewichter auf Puls 0 gebracht, schließlich muss man ja auf die 16 Toten (wie in jedem Jerry Gossemer Buch) kommen. Der totgeglaubte (ich mein, dem kam mächtig Blut aus dem Rachen geflossen, da könnte man gut tot sein) Perry erscheint bei Harmony und Harold im Krankenzimmer und beliefert sie noch mit den abschliessenden Informationen zu den vV (sucht euch oben eine Formulierung aus bitte). Einige filmisch Abgelebte erscheinen noch einmal kurz (zusätzlich zu Elvis und Abraham Lincoln), aber das stellte sich dann als Scherz des Erzählers heraus... Sehr gelungen...

Achja, der Erzähler.... Harold fungiert als Erzähler und vergisst teilweise etwas, holt das dann später nach oder lässt seiner Fantasie etwas freien Lauf. Dies ist alles wunderbar filmisch umgesetzt und trägt zum herrlichen Gesamtgefühl bei.

Warum ich aber nur in GUT geworfen habe? Es stand knapp vor Sehr Gut, aber das konnte ich nicht ganz rechtfertigen. Ja, das ist wohl schwer nachzuvollziehen, nachdem ich dem Film wohl nur gutes abgewinnen konnte. Aber bei allen lustigen, makabren, tiefschwarz humorischen oder aufregenden Szenen fehlte irgendwie etwas, was nachhaltig ist.
Aber alles in allem ein sehenswerter Film, wirklich zu empfehlen, wenn man tiefgründigen Humor mag. Okay, tiefgründig vielleicht nicht, aber Humor mit Tiefschlägen... sehr tief und sehr schmerzhaft...

Dienstag, Oktober 11, 2005

Oktober 10, 2005: Stolz und Vorurteil

Da ich bei der gestrigen Sneak leider krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte, hat freundlicherweise Nadine die verbale Ausschmückung der Leinwandgeschehnisse übernommen. Ein wunderbarer Bericht ist dabei entstanden:

An alle Liebhaber von Rosemunde Pilcher Romanen, Verfechter der Tragik, Freunde des Herzschmerz! Hier ein paar Worte zum heutigen Sneakfilm von der Krankheitsvertretung.


Wer sich im aktuellen Kinoprogramm auskennt kann sich schon denken was kam. Es ging wie der Titel schon erahnen lies um den zu großen Stolz eines Mannes und das vorschnelle Urteil einr Frau.


Die Familie Bennet lebt mit ihren fünf Töchtern im England des 19. Jahrhunderts. Mädchen ohne Erbe müssen schauen dass sie so schnell wie möglich unter die Haube kommen. Zum Glück zieht über den Sommer der junge, hübsche und außerordentlich Wohlhabende Mr. Bingley mit seinem guten Freund Mr. Darcy ein. Mr. Bingley und die hübsche Mary sind ganz kindlich verliebt, doch sein Stand verbietet es. *dramatisch* Elizabeth mit ihrem klaren Verstand und einer berauschenden Freude am Leben sucht den Konflikt mit Mr. Darcy der ihr zu griesgrämig, arrogant und stolz wirkt. Doch ihre ach so große Abneigung gegen ihn soll sich bei einem Spiel um Liebe, Stolz und Vorurteil in noch größere Liebe verwandeln.


Allem in allem ist der Film nicht für jeden was. Action gleich null. Aber für alle die Angst haben mit ihrer Freundin rein zu gehen, so schlimm wie ihr ihn euch vorstellt ist er nicht.


Nach meinem Geschmack hätte er an Dramatik noch ein wenig zulegen können, aber es war ein Film der das Herz erwärmt und dabei nicht gleich zu Tränen rührt. Also alle die gerne auf dem Sofa heulen, nicht zu früh freuen.


Also ich muss sagen, dass ich überrascht war von einigen Anderen. Unser Erdi den seine Freundin wohl nie in den Film gebracht hätte, fand ihn sogar gut und nicht nur nicht schlecht. Sogar Baha der seinem Ruf als Macho gerne Ehre macht konnte dieser Schnulze was abgewinnen. Dagegen ist Bobby und Jucki recht schnell aufgebrochen und Flo der ärmste muss den Film wohl noch ein zweites Mal ertragen da Jane nicht dabei sein konnte. Britta konnte ich auf meine Seite ziehen, aber sonst hätte sie wohl auch kein Popcorn mehr bekommen.


Ein „gut“ hat der Film allemal verdient.


So wie ich selbst das sehe ist das ein schöner Film für die Sneak. Es ist lange her, dass sie uns dort etwas gefühlstriefendes präsentiert haben. Eigentlich mag ich solche Teile ja ganz gern. Ich will nur hoffen, dass das Publikum genauso empfindet und abstimmt und ich auch endlich mal wieder zur Abwechslung was emotionsgeladenes vorgesetzt bekomme und nicht nur schlichte 08/15 Action... Nicht dauernd, aber ab und zu zumindest!

Abschliessend möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei Nadine bedanken und jeden, der sich dazu berufen fühlt ermuntern auch ab und an einen Sneakreport zu schreiben. Einfach weil es Spass macht.

Montag, Oktober 10, 2005

Oktober 3, 2005: Brothers Grimm

Es war einmal vor langer langer Zeit, da begaben sich ein paar wackere Recken und einige holde Damen in eine Lokalität, die sich Cineplex Bruchsal nannte. Das Schicksal hatte ihnen auferlegt eine Prüfung zu bestehen. Ungewiss, was sie denn erwarten würde betraten unsere Helden also den Ort des Geschehens, suchten sich die passenden Plätze um der drohenden Gefahr entgegenzutreten und warten auf den Beginn ihrer Aufgabe.

Und so begab es sich, dass auf der anfänglich weißen Wand, wie von magischer Hand gezeichnet, plötzlich Bilder erschienen, welche nicht nur bewegt waren sondern scheinbar sogar fähig waren mit einander zu reden. Man konnte meinen die Wand erzählt unseren Helden eine ganze Geschichte...
Und zwar wie folgt...

Das Ganze spielt im französisch besetzten Deutschland um das Jahr 1800. Die Gebrüder Grimm ziehen als Erzähler und Schauspieler durch die Städte. Dabei nehmen sie geschickt lokale Sagen und Spukgeschichten als Aufhänger und inszenieren die Verbannung oder die Vertreibung der beschriebenen Geister, wilden Tiere oder anderen Bösewichte. Wilhelm ist dabei die treibende Kraft bei der Inszeneriung der Geisteraustreibungen, Jakob dagegen schreibt die Geschichten mit großer Leidenschaft auf und zieht daraus seine Motivation. Ihre Arbeit spricht sich im ganzen Land herum und eines Tages werden sie von den französischen Behörden durch Zwang und Tücke dazu gebracht, sich einer eigenartigen Serie von verschwundenen Kindern anzunehmen, die sich in einem Dorf abspielt.
Also ziehen die Grimms aus, in ihren leuchtenden und schillernden Rüstungen, um sich dem Schrecken anzunehmen, ständig begleitet vom aus Italien stammenden Haft- und Folterspezialisten, der die Aufgabe hat, die Grimms zu bewachen und die Aufklärung voranzutreiben.
Im besagten Dorf angekommen, machen sich die Grimms daran der Sache auf den Grund zu gehen. Sie begeben sich in den angrenzenden Wald, welcher schon einige Kinder zu sich geholt hatte und finden sich nicht herzlich willkommen. Äste und Wurzeln greifen nach ihnen und erschweren das Weiterkommen, einige Mitglieder des französichen Wachpersonals erleiden dabei einen vollständigen Verlust der Existenz.
Es stellt sich im weiteren Verlauf heraus, dass die oben im Turm eingeschlossene Königin sich durch junge Seelen weitere 500 Jahre Jugend beschaffen will. Dabei steht ihr ein Werwolf zur Seite, der ihr aus unbedingter Liebe heraus sogar die ursprünglich eigenen Kinder bringt.
Wilhelm und Jakob gehen das Problem mit den aus ihren Inszenierungen schon erprobten Methoden an und befreien am Ende nach artistisch-taktischer Meisterleistung unter der tatenreicher Mithilfe der Jägerin Angelika aus dem Dorf die gefangenen Kinder und bescheren sich selbst, dem Dorf und den Zuschauern ein glückliches Ende.

Der Film protzt mit schönen visuellen Effekten, angefangen von den sehr beweglichen und anhänglichen Bäumen über das "Monster aus dem Brunnen" sowie dem kinderfressenden Pferd bis zu einer der Schlussszenen, die das wieder erschönte Gesicht der Königin zerspringen und auseinanderbrechen lässt.
Darüberhinaus gibt es sehr viele - und ich nehme an, ich habe noch nicht einmal die Hälfte aller möglichen Hinweise entdeckt - Andeutungen zu Märchen aus den Sammlungen der (echten) Gebrüder Grimm.
Allerdings krankt das ganze für mich an ziemlich unsympathischen Figuren, aus denen sich nur Jakob hevorheben kann. Alle anderen sind entweder fies, gemein, arrogant, eingebildet oder einfach sonst nicht nett. Dass der Folterknecht am Ende durch die Showrüstung der Grimms dem Tod durch einen Pistolenschuss entgeht bringt ihn zwar auf die (dünn besetzte) Seite der Guten, aber das genügt noch nicht um ihn sympathisch zu machen.
Die Geschichte selbst ist, ganz märchentypisch, frei von überraschenden Wendungen, sondern steuert, sobald die Sache mal ins Rollen gekommen ist, zielgerichtet dem Ende entgegen. Rafinesse ist schwer zu finden.

Insgesamt ist es schwer sich über diesen Film eine Meinung zu bilden. Ich schreibe diesen Text jetzt mit einer Woche Abstand. Die Verzögerung kam auch durch andere (d.h. privat wichtigere) Dinge zustande, hat aber auch die Bewandnis darin, dass ich mit meiner Entscheidungsfindung noch nicht weitergekommen bin und so bleibe ich bei dem nach dem Kinoverlass getroffenen Urteil. Dieses lautet BEFRIEDIGEND. Also unentschieden.

Montag, September 26, 2005

September 26, 2005: Jungfrau(40), männlich, sucht

Als der Trailer zu diesem Film in den letzten 2-3 Wochen immer im Vorprogramm lief, war mir schon klar, dass der Film nur ein ausgemachter Stumpfsinn sein kann und ich habe befürchtet, dass er uns noch heimsuchen wird. Der Trailer schrie einfach nach Sneak, ganz laut und ganz schlimm...

Doch es kam alles anders... Dieser Film entpuppte sich als ein Schaf im Wolfspelz und alle Befürchtungen waren umsonst. Es ist geradezu köstlich der Hauptfigur durch dessen kleines, bescheidenes Leben zu folgen und die ganze Unsicherheit hautnah mitzuerleben. Dabei jagt ein Lacher den nächsten und schmutzige Witze und zwei- bis dreideutige Anspielungen lauern auch an jeder Ecke. Die Geschichte ist kurz zusammengefasst: Mann hat nichts erreicht, weder was das berufliche angeht noch im privaten. Er wohnt in Untermiete bei einem älteren Ehepaar zusammen mit circa 500 orginalverpackten(!!!) Actionfiguren, die für ihn neben seinem Elektronikkrimskrams das bedeutendste im Leben sind. Jeden Tag fährt er mit dem Rad zur Arbeit, wo er abgeschirmt von allen Kunden im Lager seine Dienste leistet. Irgendwann bekommen seine Kollegen vom verkorksten Privatleben Wind und beschliessen ihm eine "Nummer" zu beschaffen. Natürlich passieren dabei unglaublich viele, aber sehr lustige Pannen und eigentlich klappt garnichts. Nebenbei schließt er Bekanntschaft mit einer anderen netten Dame. Bekanntschaft wird Freundschaft und das zarte Pflänzchen Liebe beginnt zu knospen. Zusätzlich zu dem Ganzen kommt auch sein Job in Bewegung, er wird aushilfsweise als Verkäufer eingesetzt, macht dabei eine gute Figur und ist kurze Zeit später Verkaufsleiter im Elektronikfachgeschäft.
Nach weiteren pannenhaften Verkupplungsversuchen (und noch viel mehr lustigen Szenen darin) gibt es für die Zuschauer ein glückliches Happy End (Mann und Frau lieben sich, heiraten und zelebrieren die Hochzeitsnacht, die allerdings erst im zweiten Anlauf funktioniert, dann aber richtig) und in guter Theatermanier sieht man im Abspann noch einmal alle Figuren des Films hüpfend und tanzenderweise zu Liedern, die nach vertrauenswürdigen Aussagen aus Musicals der 70er Jahre (oder so) entsprungen sind.

Um mal zu den Skurilitäten das eine oder andere Wort zu verlieren. In regelmäßigen Abständen kommt es zu frechen Anspielungen.
So darf der schwarze (pardon, stark pigmentiert, man will ja politisch korrekt bleiben) Verkäufer immer mal wieder von seinen Vorstrafen oder von "netten" Begegnungen in der Knastdusche berichten. Ich denke, das trifft genau ins Schwarze (ups) und nimmt das stark geprägte Bild von weiß = gut und schwarz = böse etwas aufs Korn, auf eine sehr charmante Art und Weise.
Auch sehr lustig sind auch die beiden pakistanischen Verkäufer, die immer mal wieder in die Szene stoßen um skurrile Dinge von sich zu geben ("es geht nicht um puplochspielchen") und dann wieder das Weite suchen.

Ja ja... selten hat es ein Film geschafft, dass man über die echt blödesten Witze so herzhaft lachen konnte... gut, die Story war sehr geradlinig und einfach gestrickt, aber ein Film, der sich auf seinen Hauptdarsteller verlassen kann braucht auch garnicht mehr.

Alles in allem ein schöner Film, für Sneak-Verhältnisse sogar SEHR GUT.
Prädikat: Naughty and nice!